SALZBURG JOURNAL

Ernst ist das Leben (Bunbury)

Wildes Komödie von 1895 in der Bearbeitung der Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek. 23 Termine im Saal des Schauspielhauses von 10. Dezember 2026 bis 24. Jänner 2027, zwei davon am Silvestertag.

Wo
Schauspielhaus Salzburg - Saal
Erzabt-Klotz-Straße 22, 5020 Salzburg
Veranstalter
Schauspielhaus Salzburg
Genre
Klassiker Today | Komödie

23 kommende Termine

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Jack und Algernon haben sich je ein zweites Ich zugelegt, um lästigen Verpflichtungen zu entkommen. Das funktioniert, solange niemand nachfragt - und es funktioniert nicht mehr, sobald Gwendolen und Cecily ins Spiel kommen, die beide sehr klare Vorstellungen davon haben, wie ein Mann zu heißen hat. Die feine Gesellschaft nimmt es mit der Wahrheit nicht so genau, solange die Form gewahrt bleibt.

Oscar Wilde schrieb The Importance of Being Earnest 1895. Wenige Monate später wurde er wegen Unzucht verurteilt und gesellschaftlich vernichtet - ein Bruch, der bis heute mitgelesen wird, wenn seine Komödie über doppelte Leben gespielt wird.

Die deutsche Fassung stammt von Elfriede Jelinek, die 2004 den Literaturnobelpreis erhielt, nach einer Übersetzung von Karin Rausch. Jelinek belässt es nicht beim Sprachwitz, sondern legt die Fassaden frei, die Wilde nur andeutet.

Regie führt Susi Weber, die Bühne stammt von Luis Graninger, die Kostüme von Elena Kreuzberger, die Musik von Wolfi Rainer. Die Produktion entstand gemeinsam mit dem Stadttheater Bruneck. Gespielt wird im Saal, empfohlen ab 14 Jahren. Am 31. Dezember stehen zwei Vorstellungen an, um 15 und um 19:30 Uhr.