Weinbars und Vinotheken in Salzburg
Fünf Weinadressen in Salzburg - von der Vinothek mit über 1.200 Weinen bis zur Weinbar mit vierzehn Plätzen und wöchentlich wechselndem Menü. Mit Adressen, Öffnungszeiten und Preisen, Stand August 2026.
Fünf Adressen mit fünf verschiedenen Ansätzen
Salzburgs Weinlandschaft ist überschaubar, dafür sortiert sich jede Adresse anders. Eine führt über 1.200 Weine und ist gleichzeitig Bistro, Feinkostgeschäft und Onlineshop. Eine andere hat vierzehn Plätze, keine gedruckte Karte und ein Menü, das jede Woche wechselt. Zwei arbeiten mit klarem Länderschwerpunkt, eine gibt es seit 1986 in der ältesten Gasse der Stadt.
Zwei Dinge fallen bei der Planung auf. Erstens ist der Donnerstag der früheste Tag, an dem alle fünf offen sind - zwei Häuser öffnen erst dann. Zweitens hat keine einzige dieser Adressen am Sonntag oder Montag geöffnet. Der Wochenanfang ist in Salzburg kein Weinabend.
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Die große Auswahl
5020 Salzburg
Das Magazin in der Augustinergasse ist die umfangreichste Weinadresse der Stadt und seit 2003 in Betrieb. Auf der Karte stehen nach eigener Angabe über 1.200 sorgfältig ausgewählte Weine aus Österreich und Europa, mit Schwerpunkten unter anderem im Burgund und in der Rioja. Der Betrieb ist mehr als eine Bar: Vinothek, Weinbar, Bistro mit internationaler Küche, Feinkostgeschäft und Onlineshop in einem, dazu Seminarräume und einige Themenzimmer zum Übernachten. Ein Teil des Hauses liegt in einer Kaverne im Mönchsberg, dazu gibt es Plätze im Hof. Die Zeiten sind gestaffelt: Vinothek und Shop Dienstag bis Samstag 10:00 bis 22:00, das Bistro bis 24:00, die Küche von 12:00 bis 13:45 und von 18:00 bis 21:45, dazwischen von 14:00 bis 17:30 eine Nachmittagskarte. An Feiertagen ist geschlossen.
Klein und kuratiert
5020 Salzburg
Das Köchelverzeichnis in der Steingasse ist die kleinste und die durchdachteste Adresse dieser Liste: vierzehn Plätze, an denen gemeinsam gesessen wird. Es gibt keine gedruckte Karte - die Gerichte stehen auf einer Tafel und wechseln wöchentlich. Zur Wahl steht ein Drei-Gang-Menü, vegetarisch für 55 Euro oder mit Fleisch für 59 Euro; die Weinbegleitung kostet 29 Euro, in der Premium-Variante 36 Euro. Beim Wein arbeitet das Haus ausschließlich mit österreichischen Gewächsen. Inhaber Max berät persönlich und empfiehlt die Gläser selbst; das Haus beschreibt seinen Ton als locker und persönlich, ohne Fine-Dining-Strenge. Geöffnet ist Donnerstag bis Samstag von 18:30 bis 23:30. Bei vierzehn Plätzen ist Reservieren keine Option, sondern Pflicht - möglich über WhatsApp, SMS, Telefon oder Website. Allergien am besten bei der Reservierung angeben.
5020 Salzburg
Die Fridrich Bar liegt wie das Köchelverzeichnis in der Steingasse, die das Haus selbst als eine der ältesten und schönsten Gassen der Stadt bezeichnet - schmal, gepflastert, kaum Tageslicht. Der Betrieb besteht laut eigenem Logo seit 1986 und ist damit die dienstälteste Weinadresse dieser Liste. Neben einer großen Auswahl an Rot- und Weißweinen liegt ein zweiter Schwerpunkt auf Gin Tonic und Cocktails - wer nicht bei Wein bleiben will, muss hier nicht wechseln. Im Sommer gibt es eine Terrasse mit Blick in die Gasse. Das Haus vermietet sich auch als Location für private und geschäftliche Feiern, Anfragen laufen über die Website. Exakte Hausnummer, Telefonnummer und tagesaktuelle Öffnungszeiten nennt die Website nicht - für einen ersten Besuch lohnt der Blick auf die Kanäle des Hauses.
Mit Länderschwerpunkt
5020 Salzburg
Das Iberico in der Chiemseegasse ist auf die Iberische Halbinsel festgelegt und importiert direkt: Weine und Schaumweine, besonders Espumante aus der Bairrada, dazu Tortilla, Gazpacho, Bifanas, Jamón und Pastéis de Nata. Die Tapas wechseln und gibt es, solange der Vorrat reicht. Betreiber Christoph Filip beschreibt das Projekt als Familiensache - verrückt nach Portugal, verliebt in Spanien. Neben Speisen und Wein verkauft das Haus Keramik, Azulejos, Gewürze und Handwerksprodukte. Geöffnet ist Donnerstag bis Samstag von 12:00 bis 22:00, außerhalb dieser Zeiten öffnet das Haus für private Gruppen. Ein Hinweis, den das Iberico selbst gibt und der ernst gemeint ist: Im Gebäude aus dem 14. Jahrhundert gibt es keinen Handyempfang. Wer erreichbar sein muss, sitzt hier falsch. Regelmäßig gibt es Weinverkostungen, im Freien auch Paella für bis zu 100 Personen. Reservierung empfiehlt das Haus ausdrücklich.
5020 Salzburg
Die geheime Specerey in der Sigmund-Haffner-Gasse verbindet Weinkarte und Fleischhandwerk: Das Haus betreibt seit 2011 eigene Weideschweine und serviert daraus Steaks und Charcuterie. Beim Wein liegt der Schwerpunkt auf Österreich und Italien, dazu kommen frische Pasta, Antipasti und hochwertige Fischkonserven. Geöffnet ist Dienstag bis Samstag von 11:00 bis 24:00, warme Küche von 12:00 bis 14:30 und von 18:00 bis 21:00. Sonntag und Montag ist geschlossen. Bei der Reservierung lässt sich der Platz mitwählen: im Lokal, im Gastgarten oder gezielt Tisch 6 beim Eingang oder Tisch 1 an der Küche - für einen Abend zu zweit ist das ein Detail, das kein anderes Haus dieser Liste anbietet. Damit ist die Specerey die einzige Adresse hier, die schon zu Mittag Wein und warme Küche zusammen anbietet.
Wann welche Adresse offen hat
Der Wochenanfang fällt komplett aus: Sonntag und Montag hat keine dieser fünf Adressen offen. Ab Dienstag öffnen Magazin und Specerey, ab Donnerstag kommen Köchelverzeichnis, Iberico und Fridrich dazu. Wer alle fünf zur Auswahl haben will, muss also Donnerstag, Freitag oder Samstag planen.
Zu Mittag gibt es Wein mit warmer Küche nur im Magazin (ab 12:00), in der Specerey (ab 12:00) und im Iberico (ab 12:00, donnerstags bis samstags). Das Köchelverzeichnis ist ein reines Abendhaus und beginnt erst um 18:30.
Am längsten offen sind Magazin und Specerey mit 24:00, gefolgt vom Köchelverzeichnis mit 23:30 und Iberico mit 22:00.
Preise, Reservierung und Anlässe
Konkrete Preise nennt allein das Köchelverzeichnis: Drei-Gang-Menü 55 Euro vegetarisch oder 59 Euro mit Fleisch, Weinbegleitung 29 oder 36 Euro. Damit ist es die teuerste und gleichzeitig planbarste Adresse - man weiß vorher, was der Abend kostet. Bei den übrigen Häusern richtet sich der Preis nach der Flasche.
Reservieren ist bei drei Häusern nachdrücklich empfohlen oder faktisch Pflicht: im Köchelverzeichnis wegen der vierzehn Plätze, im Iberico laut eigener Ansage, in der Specerey wegen der Tischwahl. Das Magazin ist durch seine Größe die spontanste Adresse.
Für Gruppen unterscheiden sich die Häuser stark. Das Iberico öffnet außerhalb der regulären Zeiten für private Gruppen und macht im Freien Paella für bis zu 100 Personen. Das Magazin hat Seminarräume, die Fridrich Bar vermietet sich als Event-Location. Das Köchelverzeichnis fällt mit vierzehn Plätzen für jede größere Runde aus.
Alle Angaben Stand August 2026. Öffnungszeiten, Ruhetage und Preise ändern sich - für kurzfristige Besuche empfiehlt sich ein Anruf.