SALZBURG JOURNAL
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Postalm: Skigebiet gerettet, Betrieb gesichert

Das Skigebiet auf der Postalm zwischen Abtenau und Strobl ist gerettet: Regionale Mautstraßengesellschaften und Landwirte übernehmen die Winterpark Postalm GmbH und sichern damit den Betrieb ab.

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Das Skigebiet auf der Postalm zwischen Abtenau im Tennengau und Strobl im Flachgau ist gerettet. Die Geschäftsführung der Winterpark Postalm GmbH meldete am Dienstagvormittag, dem 18. August 2026, dass regionale Eigentümer den Betrieb übernehmen und damit eine drohende Schließung abwenden. Der Kaufpreis liegt nach Angaben der Betreiber bei „mehreren 100.000 Euro".

Regionale Akteure übernehmen das Ruder

Die Anteile der Winterpark Postalm GmbH werden künftig von drei Akteuren gehalten: der Postalmstraße Strobl (Postalm Aufschließungsgesellschaft), der Postalmstraße Abtenau (Postalm Errichtungsgesellschaft) sowie der Agrargemeinschaft Großlienbachalpe als wesentlichem Grundstückseigentümer. Damit übernehmen die örtlichen Mautstraßengesellschaften und die Landwirte auf der Postalm gemeinsam die Verantwortung für den Skibetrieb. Geschäftsführer Linus Pilar bleibt in seiner Funktion erhalten.

Pilar betonte, die Übernahme stelle sicher, „dass die Postalm auch in Zukunft ein bedeutender Freizeit- und Erholungsraum für Einheimische und Gäste bleibe". Mehr Informationen zum Skigebiet finden sich auf der offiziellen Website der Winterpark Postalm GmbH.

Turbulente Vorgeschichte

Die Postalm blickt auf eine bewegte Eigentümergeschichte zurück. 2017 verkaufte der damalige Eigentümer Karl-Heinz Prentner die Liftanlage um einen symbolischen Euro; der Wiener Anwalt Michael Proksch und sein Linzer Partner Linus Pilar übernahmen damals den Betrieb. 2023 leitete das Unternehmen ein Sanierungsverfahren ein, als rund 450.000 Euro an Verbindlichkeiten fällig wurden.

Als Gründe für die ursprünglich geplante Einstellung - spätestens ab 2028 - nannten die Betreiber den zunehmenden Schneemangel und die dadurch fehlende Planungssicherheit. Eine flächendeckende technische Beschneiung existiert auf der Postalm nicht, und notwendige Investitionen in Millionenhöhe galten als nicht finanzierbar. Zusätzlich war die Befristung der Mautstraßenverträge von Strobler Seite bis 2032 eine weitere Hürde. Mit der nun vollzogenen Übernahme durch die regionalen Mautstraßengesellschaften, die ohnehin wirtschaftlich eng mit dem Skibetrieb verknüpft sind, entfällt dieses Problem.

Einen Rückschlag gab es dennoch: Die Vierersesselbahn Gschlössl wurde 2026 stillgelegt, die Seilbahnanlage bereits verkauft und vollständig abgebaut. Sie wird den Betrieb nicht mehr aufnehmen. Für Skifahrer und Snowboarder stehen weiterhin 8 km Pisten und 6 Lifte zur Verfügung.

Bedeutung für die Region Salzburg

Die Postalm ist die größte Almfläche Österreichs und liegt im Bundesland Salzburg, nahe der Grenze zu Oberösterreich, eingebettet zwischen dem Wolfgangsee und dem Lammertal. Die Rettung des Skigebiets geht über die Gemeindegrenzen von Abtenau und Strobl hinaus: Der Obmann des zuständigen Tourismusverbands wies darauf hin, dass mit dem Wegfall der Gaißau und der unsicheren Lage am Dürrnberg die Möglichkeiten für das Skifahren rund um Salzburg zunehmend schwinden. Die Postalm bleibe damit ein wichtiger Standort für den Skinachwuchs im Tennengau und Flachgau.