SALZBURG JOURNAL

Salzburg im Sommer: Was Sie bei schönem Wetter unternehmen können

218.284 Badegäste bis Mitte August, ein Rekord mit 43 Prozent Plus gegenüber dem Vorjahr. Die drei Freibäder samt Zahlen, der Badesee ohne Eintritt und alles, was nur zwischen April und Oktober läuft.

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Salzburg im Sommer: Was Sie bei schönem Wetter unternehmen können

Die Freibadsaison 2026 in Zahlen

Der Sommer 2026 war für die städtischen Bäder ein Rekordsommer, und die Stadt hat die Zahlen am 17. August veröffentlicht: Bis einschließlich 16. August wurden in den drei Freibädern 218.284 Besucherinnen und Besucher gezählt.

Zeitraum bis 16. AugustBesucher
2026218.284
2025152.498
2024163.827
2023143.758

Gegenüber dem Vorjahr sind das 65.786 Gäste mehr, ein Plus von 43,1 Prozent. Aufgeteilt auf die Häuser entfallen 124.486 Besuche auf das Freibad Leopoldskron, 50.687 auf das Volksgarten Bad und 43.111 auf das Freibad Alpenstraße - das "Lepi" allein macht damit 57 Prozent aus. Der stärkste Monat war nicht der August, sondern der Juni mit 75.442 Besuchen; im April waren es 1.871. Als Grund nennt die Stadt neben dem Wetter die zeitweise Verlängerung der Öffnungszeiten bis 20 beziehungsweise 21 Uhr, nachzulesen in der Meldung zur Freibadsaison.

Für die Restsaison gilt: Freibad Leopoldskron und Freibad Volksgarten bleiben bis 20. September täglich geöffnet, das AYA-Freibad je nach Wetterlage bis in den Herbst.

Die drei Freibäder im Vergleich

BadAdresseFlächeBesonderheitÖffis
Freibad LeopoldskronLeopoldskronstraße 5053.000 m², 5 Becken mit 3.200 m² Wasserfläche72 m lange Wasserrutsche, 14 m Breitrutsche, Minigolf, Tischtennis, Billard, BeachvolleyballLinien 23 und 11
Freibad Alpenstraße (AYA)Alpenstraße 920.291 m²Frühschwimmen ab 7 Uhr, Wasser-SandspielplatzLinien 3, 8, 12, 28
Freibad VolksgartenHermann-Bahr-Promenade 212.825 m²ältestes Freibad der Stadt, zwei Schwimmbecken, Kinderbecken mit Rutsche und Sonnensegel-

Die Preise sind laut der Bäder-Übersicht der Stadt in allen drei Häusern identisch: 6,20 Euro für Erwachsene, 3,70 Euro ab 17 Uhr, ermäßigt 3,70 Euro für Kinder und Jugendliche von 5 bis 18, Schüler, Lehrlinge und Studierende bis 24, Menschen mit Behinderung, Zivil- und Präsenzdiener sowie Pensionisten. Mit dem Salzburger Familienpass zahlen Erwachsene 5,20 und Kinder 2,30 Euro. Die Saisonkarte kostet 102,00 Euro, die Familien-Saisonkarte inklusive Jugendlicher bis 18 Jahre 97,00 Euro, die Partner-Saisonkarte 177,20 Euro. Geöffnet ist von 9 bis 19 Uhr, bei Schönwetter bis 20 Uhr, Kassaschluss eine Stunde vor Badeschluss. Liegen kosten 5,80 Euro Leihgebühr, Sonnenschirme 4,50 Euro, eine halbe Stunde Tischtennis 2,50 Euro.

Barrierefrei ausgestattet ist vor allem das Lepi: taktiles Leitsystem, mobiler Beckenlift, Zufahrtsrampe, behindertengerechte Umkleide mit Dusche und WC-Anlage. Im Freibad Alpenstraße gibt es ein Behinderten-WC, aber keinen Behindertenlift; die Beckenoberkante liegt dort rund 40 Zentimeter über dem Umgangsniveau.

Baden ohne Eintritt

Der Badesee Liefering ist der einzige Badeort der Stadt ohne Kassa - ein ausgewiesener EU-Naturbadeteich, öffentlich und kostenlos zugänglich, im Sommer durchschnittlich von 140.000 Menschen besucht. Der Grundwassersee ist nicht beheizt und bis zu drei Meter tief; es gibt Liegeflächen, Duschen, Toiletten, zwei Kioske sowie Volleyball und Fußball. Hunde und Fischen sind verboten, ebenso das Füttern von Wasservögeln. Anfahrt mit der Linie 7 bis Salzburg Salzachsee.

Der zweite freie Wasserort ist der Leopoldskroner Weiher, rund 13 Hektar groß, gespeist von einem Zulauf des Almkanals. Dort wird nicht gebadet, dafür gibt es Spazierwege, einen kleinen Spielplatz und Blick auf Schloss, Festung und Gaisberg. Die Badeseen außerhalb der Stadt - Wallersee, Fuschlsee, Mattsee - liegen im Land und sind eine eigene Anreise wert.

Was nur im Sommer läuft

Ein großer Teil des Salzburger Freizeitangebots hat eine harte Saison. Diese Termine sollten Sie kennen:

AngebotSaison 2026
Grillplatz am Salzachsee1. April bis 30. Oktober, täglich 10 bis 22 Uhr
Salzach-Schifffahrt30. März bis 3. November
Schiff-Fahrt nach Hellbrunn (Tour 2 und 3)Juli und August dienstags, donnerstags und samstags um 14 Uhr
Schloss Hellbrunn und Wasserspiele28. März bis 1. November, Juli und August 9:30 bis 19 Uhr
Gaisbergbus Linie 151, späte Kurse25. April bis 13. September
Trinkwasserstellen im Sommerbetrieb15 Standorte, ab Anfang November eingehaust
MirabellgartenApril bis September 5 bis 23 Uhr
Salzburger Festspiele17. Juli bis 30. August

Umgekehrt gibt es einen Betrieb, der im Sommer weniger offen hat: Die Sport-Oase an der Münchner Bundesstraße 114 schließt von Juni bis August montags und dienstags und öffnet Mittwoch bis Sonntag erst ab 14 Uhr - von September bis Mai dagegen täglich ab 13 Uhr. Die Preise stehen bei Bowling und Kegeln in Salzburg.

Draußen sitzen, draußen spielen

Der SalzBeach im Volksgarten ist eine rund 1.000 Quadratmeter große Sandfläche zum Liegen, Lesen und Sonnen - dazu im selben Park zwei Beachvolleyballplätze, eine Calisthenics-Anlage, eine überdachte Boulderwand und ein Wasserspielplatz. Frei zugänglich und ganzjährig, im Sommer aber der naheliegendste Ort.

Die DiscGolf-Anlage beim Spielplatz Salzachsee Süd mit sechs Körben und zwölf Abwurfpunkten liegt direkt neben dem Badesee, ebenso wie der Grillplatz - für einen ganzen Sommertag ohne Ortswechsel ist das die praktischste Kombination im Stadtgebiet. Alle frei zugänglichen Anlagen sind bei Salzburg kostenlos aufgelistet.

Ein Sommerangebot, das jedes Jahr wiederkehrt und nichts kostet, ist das Open-Air-Kino - zwei Reihen ohne Eintritt, Termine und Spielorte stehen im Beitrag zum Open-Air-Kino in Salzburg. Die Rockhouse Bar spielt in der Reihe Acoustic Summer ebenfalls bei freiem Eintritt.

Der Almkanal: surfen und ein Stollen, der nur drei Wochen offen ist

Das ungewöhnlichste Sommerangebot der Stadt hat weder Kassa noch Öffnungszeiten. Auf dem Almkanal steht eine stehende Surfwelle, rund 150 Meter flussabwärts der Brücke Weidenstraße am Heinrich-Meder-Weg bei der Obuskehre Birkensiedlung in Gneis. Die Stadt beschreibt sie als ganzjährig nutzbare Trainingsstätte für Fortgeschrittene und als berechenbaren Einstieg für Anfänger, weil die Welle steht statt zu laufen. Zwei Regeln nennt sie ausdrücklich: Benutzung auf eigene Gefahr und nur bei Tageslicht.

Der Weg entlang des Kanals selbst ist eine der drei großen Erholungsachsen der Stadt - neben Salzach und Glan - und reicht von der Stadtgrenze im Süden bis in die Altstadt und zum Mönchsberg. Große Teile der Landschaft in Gneis, Morzg und der Riedenburg stehen unter Landschaftsschutz. Prägend sind die alten Kopfweiden mit ihren knorrigen, oft gedrehten Stämmen; am Weg liegen die Schleinlacke, ein kleiner Weiher, sowie mehrere Mühlen, darunter die Praxmayermühle und die Pulvermühle der Stieglbrauerei.

Einmal im Jahr wird der Kanal für die dreiwöchige Almkanalabkehr trockengelegt - und nur in dieser Zeit lässt sich der Stiftsarmstollen besichtigen. Zu sehen sind darin die nach den Einstürzen von 1596, 1707 und 1790 wiederhergestellten Abschnitte in unterschiedlichen Bauweisen: trapezförmige Steinsätze, Spitzgewölbe, Rundbögen, oft mit eingemeißelten Jahreszahlen. Die Kanalsohle ist vielfach mit Marmorplatten ausgelegt, darunter Grabplatten aus dem Domfriedhof, den Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau 1603 auflassen ließ. In der Mitte zweigt ein Gang zum Brunnstollen des Stiftes St. Peter ab, der um 1560 angelegt wurde und bis heute das Kloster mit Wasser versorgt. Anmeldung und Termine laufen über den Verein, den die Stadt auf ihrer Almkanal-Seite verlinkt.

Die Abendstunden

Der Sommer ist die einzige Jahreszeit, in der die Salzburger Aufstiegshilfen mit dem Tageslicht mithalten. Am 21. Juni geht die Sonne um 21:09 Uhr unter, danach bleibt es noch gut 40 Minuten hell. Praktisch heißt das:

  • Festungsbahn: letzte Talfahrt 21:00 Uhr - der Sonnenuntergang von den Basteien geht sich im Hochsommer knapp nicht aus.
  • Mönchsberg-Aufzug: dienstags bis sonntags bis 21:00 Uhr, montags nur bis 19:00 Uhr, ab 18. Juli 2026 während der Festspielzeit täglich bis 23:00 Uhr - das ist das einzige Zeitfenster im Jahr, in dem der Sonnenuntergang vom Berg mit dem Aufzug funktioniert.
  • Gaisbergbus: letzte Talfahrt ab Gaisbergspitze 20:10 Uhr, und dieser Kurs verkehrt nur von 25. April bis 13. September.

Die Uhrzeiten für jeden Monat und die Himmelsrichtung des Sonnenuntergangs stehen im Beitrag zum Sonnenuntergang in Salzburg.

Wenn es zu heiß wird

Zwei Dinge sind im Hochsommer Pflichtwissen. Erstens die Waldbrandverordnung: Sie verbietet jegliches Feueranzünden und das Rauchen im Wald und in dessen Gefährdungsbereich, mit Strafdrohungen bis 7.270 Euro oder vier Wochen Freiheitsstrafe nach dem Forstgesetz. 2026 galt sie von 29. April bis 17. Juni und dann wieder ab 30. Juli; die städtischen Grillplätze waren in dieser Zeit gesperrt und gebuchte Termine wurden storniert. Details bei den Grillplätzen in Salzburg.

Zweitens der Schatten. Die Spielplatzumfrage 2026 hat genau das als größte Schwäche der städtischen Anlagen ausgewiesen: Verbesserungsbedarf sehen die Befragten vor allem bei Beschattung und Sitzgelegenheiten, gewünscht wurden zusätzliche Bäume, Sonnensegel und schattige Aufenthaltsbereiche. Wer mit kleinen Kindern unterwegs ist, sollte die 18 Anlagen mit Trinkwasser und WC ansteuern - die Liste steht bei den Spielplätzen in Salzburg.

Für einen Sommertag mit Kindern samt Preisvergleich hilft der Beitrag zu Salzburg mit Kindern; wenn das Wetter kippt, steht die Indoor-Planung bei Salzburg bei Regen.

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