SALZBURG JOURNAL

Kaffeehäuser in Salzburg: Tradition mit Marmortisch

Vier Salzburger Kaffeehäuser abseits der drei bekanntesten Adressen - vom Café Mozart aus dem Jahr 1923 bis zum Fünf-Sterne-Kaffeehaus im Hotel Sacher. Mit Adressen und Öffnungszeiten, Stand August 2026.

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Kaffeehäuser in Salzburg: Tradition mit Marmortisch

Vier Häuser neben den drei bekanntesten

Salzburgs bekannteste Kaffeehäuser stehen schon in einem anderen Artikel dieser Seite: Das Café Tomaselli am Alten Markt, das auf seiner eigenen Website die Jahreszahl 1700 führt, das Café Bazar mit der Terrasse an der Salzach und das Café Wernbacher, das seit 1952 im Stil eines alten Wiener Kaffeehauses eingerichtet ist. Wer Adressen, Öffnungszeiten und Frühstückskarten dieser drei Häuser sucht, findet sie dort im Detail.

Vier weitere Adressen tragen dieselbe Kaffeehaustradition, verdienen aber aus unterschiedlichen Gründen einen eigenen Absatz: ein Haus, das nach Schließung und Betreiberwechsel 2015 neu eröffnete, ein zweitältestes Café der Stadt mit Gründungsjahr 1923, ein kleines Familienhaus abseits der Getreidegasse und ein Kaffeehaus im Fünf-Sterne-Hotel mit einer Torte, die als Erfindung von 1832 gilt. Zwei der vier Adressen liegen an belebten Plätzen, zwei in ruhigeren Gassen - wer Sitzplatz ohne Wartezeit sucht, hat damit eine Wahl.

Du kennst ein Kaffeehaus in Salzburg, das hier fehlt? Schreib uns eine Mail an redaktion@salzburgjournal.at.

Vier Häuser mit Geschichte

Café Mozart
Zweitältestes Kaffeehaus der Stadt · seit 1923 · Getreidegasse
Getreidegasse 22
5020 Salzburg

Das Café Mozart wurde am 6. Oktober 1923 von den Brüdern Ambros und Alois Crozzoli in der Getreidegasse eröffnet. Nach deren Konkurs 1927 kaufte Karl Schanzer das Haus und führte es unter dem Namen Kaffee- und Weinrestaurant Mozart weiter, ab 1935 gehörte es dem Ehepaar Leo und Vally Kutscha. Rechnet man die Vorgeschichte des Hauses mit ein, gilt das Café Mozart als zweitältestes Kaffeehaus Salzburgs nach dem Tomaselli. In den 1930er-Jahren traf sich hier ein Kreis von Malern, Musikern und Literaten, darunter der Dirigent Bernhard Paumgartner. Geöffnet ist Montag bis Samstag von 8:00 bis 21:00, Sonntag von 9:00 bis 21:00, warme Küche gibt es bis 20:30. Auf der Karte stehen hausgemachte Torten und die Salzburger Nockerl.

Seit 1923 Mo-Sa 8-21 Getreidegasse
Café Glockenspiel
Wiedereröffnet 2015 · Mozartplatz · Garten
Mozartplatz 2
5020 Salzburg

Das Gebäude am Mozartplatz diente ursprünglich als Pferdestall, bevor der Vater des Dichters Georg Trakl darin einen Eisenwarenhandel einrichtete. Den Namen Glockenspiel trägt das Haus seit 1925, sein Wiener-Kaffeehaus-Erscheinungsbild erhielt es bei einer Renovierung 1979. Nach einer Schließungsphase als Café Demel übernahmen die Salzburger Hoteliers Felleis und Knittelfelder das Haus 2015 und führen es seither weiter. Geöffnet ist täglich von 8:30 bis 22:00. Zur Karte gehören deftige Frühstücksvarianten, herzhafte Spezialitäten und mehrere Strudelsorten; im Sommer steht ein Gastgarten am Platz zur Verfügung, für Autofahrer gibt es eine Parkvalidierung.

Täglich 8:30-22 Seit 1925 benannt Gastgarten am Platz
Das Kaffeehaus
Familienbetrieb · Chiemseegasse · Frühstück bis 14 Uhr
Chiemseegasse 5
5020 Salzburg

Betrieben wird das Haus von Melanie und Andreas Nitzlnader, die außerdem das Vier-Sterne-Hotel Melanie in Wals führen - nach eigener Beschreibung wollten sie dessen Frühstückskultur und Mehlspeisentradition in ein eigenständiges Kaffeehaus in der Altstadt bringen. Serviert werden Apfelstrudel und Pofesen nach überlieferten Familienrezepten sowie Kaffee aus eigener Röstung und von der Salzburger Rösterei 220GRAD. Geöffnet ist täglich von 9:00 bis 18:00, Frühstück und Brunch laufen bis 14:00. Die Chiemseegasse liegt abseits der Getreidegasse und der Hauptlaufwege, entsprechend ruhiger ist der Innenraum mit angeschlossenem Gastgarten.

Täglich 9-18 Frühstück bis 14:00 Chiemseegasse
Café Sacher Salzburg
Fünf-Sterne-Hotel · Original Sacher-Torte · an der Salzach
Schwarzstraße 5-7
5020 Salzburg

Das Kaffeehaus im Fünf-Sterne-Hotel Sacher liegt am Ufer der Salzach, mit Terrasse Richtung Festung Hohensalzburg. Serviert wird die Original Sacher-Torte, nach eigener Darstellung 1832 erfunden und in 34 Arbeitsschritten nach einem firmeneigenen Rezept gefertigt - nur das Wiener Stammhaus und seine Dependancen dürfen die Bezeichnung „Original" führen. Der hauseigene Online-Shop verkauft die ganze Torte ab 80 Euro. Geöffnet ist täglich von 8:30 bis 22:00, Frühstück à la carte bis 11:00, Bestellungen werden bis 21:00 angenommen. Das Haus ist barrierefrei und klimatisiert, Hunde sind willkommen. Reservierungen laufen online, was in der Festspielzeit empfehlenswert ist.

Täglich 8:30-22 Original Sacher-Torte An der Salzach

Die drei bekanntesten Häuser im Überblick

Wer die volle Auswahl an Salzburger Traditionskaffeehäusern sucht, sollte die drei größten Namen nicht übergehen, auch wenn sie hier nur kurz stehen: Das Café Tomaselli am Alten Markt führt die Jahreszahl 1700 und gilt als ältestes durchgehend betriebenes Kaffeehaus der Stadt, das Café Bazar an der Schwarzstraße hat die einzige Terrasse mit direktem Blick über die Salzach auf die Altstadt, und das Café Wernbacher in der Franz-Josef-Straße ist seit 1952 im Stil eines Wiener Kaffeehauses eingerichtet und bietet sonntags ein Brunchbuffet. Adressen, Öffnungszeiten und Frühstückskarten aller drei stehen im Frühstücksartikel dieser Seite.

Wann welches Kaffeehaus offen hat

Am längsten durchgehend geöffnet sind das Café Glockenspiel und das Café Sacher, beide täglich von 8:30 bis 22:00. Das Café Mozart schließt unter der Woche um 21:00, Das Kaffeehaus in der Chiemseegasse bereits um 18:00 - dafür öffnet es wie alle vier Häuser ohne Ruhetag, sieben Tage die Woche. Am frühesten sitzt man im Café Mozart: Montag bis Samstag ab 8:00, sonntags ab 9:00. Wer nach 18 Uhr noch ein Kaffeehaus sucht, hat mit Glockenspiel, Mozart und Sacher drei von vier Adressen zur Auswahl.

Reservieren und Preise

Für alle vier Häuser gilt: In der Festspielzeit zwischen Mitte Juli und Ende August lohnt sich eine Reservierung, weil Einheimische und Festspielpublikum an denselben Tischen sitzen wollen. Preislich liegt das Café Sacher am oberen Ende - eine ganze Original Sacher-Torte kostet im hauseigenen Online-Shop ab 80 Euro, ein Stück vor Ort ist entsprechend das teuerste Tortenstück dieser Liste. Die drei anderen Häuser bewegen sich auf dem üblichen Niveau eines Salzburger Kaffeehauses; genaue Kartenpreise ändern sich unterjährig und stehen nicht durchgehend online, eine Nachfrage beim Reservieren klärt das zuverlässiger als eine alte Karte im Internet.

Alle Angaben Stand August 2026. Öffnungszeiten und Preise ändern sich - für kurzfristige Besuche empfiehlt sich ein Anruf.

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