Eislaufen in Salzburg
Publikumslauf täglich von 10 bis 16.15 Uhr, Abendlauf an drei Tagen, Saison von Mitte Oktober bis Anfang März. Dazu ein Satz, der jedes Jahr überrascht - auf Natureis darf in der Stadt Salzburg seit 2017 niemand mehr.
Eine Anlage für die ganze Stadt
Eislaufen in Salzburg heißt: Volksgarten. Die Eisarena an der Hermann-Bahr-Promenade 2 ist die einzige öffentliche Eisfläche im Stadtgebiet, und sie ist zugleich das größte Winterangebot der Stadt - beschrieben ist sie mit Flächen und Ausstattung bei Salzburg im Winter. Was dort nicht steht und wonach jedes Jahr aufs Neue gefragt wird: die genauen Laufzeiten, die Tarife, der Verleih und die Frage, ob man bei Frost nicht einfach auf einen zugefrorenen Weiher gehen kann.
Die kurze Antwort auf die letzte Frage lautet nein. In der Stadt Salzburg ist seit 2017 keine natürliche Eisfläche mehr freigegeben worden, und die Stadt hat angekündigt, dass sich das auch nicht mehr ändern wird. Warum, steht weiter unten.
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Wann Publikumslauf ist
Der Publikumslauf läuft täglich von 10:00 bis 16:15 Uhr. Dazu kommt an drei Tagen ein Abendlauf von 19:15 bis 20:30 Uhr: Montag, Mittwoch und Samstag. Das ist der entscheidende Punkt für alle, die berufstätig sind - unter der Woche bleibt außerhalb des Abendlaufs nur der späte Nachmittag, und der endet um 16:15 Uhr.
Die Lücke zwischen 16:15 und 19:15 Uhr ist kein Versehen. In dieser Zeit und an den übrigen Abenden gehört das Eis den Vereinen: Eishockey, Kunst- und Formationslauf sowie Stocksport belegen die Anlage über die gesamte Eissaison mit Training und Wettkämpfen. Die Eishalle im selben Areal ist die Heimstätte des EC Red Bull Salzburg in der ICE Hockey League.
Die zweite Fläche, der Eiszauber, hat eine eigene, deutlich kürzere Saison. In der Saison 2025/26 lief er vom 14. November bis 17. Februar, also gut drei Monate innerhalb der fünfmonatigen Hauptsaison. Wer die Runde durch das Areal des Volksgartenbades laufen will, sollte das im Kalender berücksichtigen: Im Oktober und im letzten Saisonmonat gibt es sie nicht.
Saisonstart und Saisonende
Die Eisarena läuft laut Stadt von Oktober bis März. Konkret startete der Publikumslauf in der Saison 2025/26 am 17. Oktober 2025 und endete am 8. März 2026 - knapp fünf Monate. Für die Saison 2026/27 hat die Stadt zum Stand August 2026 weder Termine noch Tarife veröffentlicht; erfahrungsgemäß kommen beide im Lauf des Septembers.
| Fläche | Saison 2025/26 | Dauer |
|---|---|---|
| Eisarena, Publikumslauf | 17. Oktober bis 8. März | rund 20 Wochen |
| Eiszauber | 14. November bis 17. Februar | rund 13 Wochen |
| Natureis im Stadtgebiet | keine Freigabe | seit 2017 |
Was ein Eislauftag kostet
Die Tarife der Saison 2025/26 sahen so aus - sie sind der beste Anhaltspunkt für die kommende Saison, aber kein Versprechen:
| Karte | Erwachsene | Ermäßigt |
|---|---|---|
| Einzelkarte | 6,00 € | 3,60 € |
| Abendlauf | 4,20 € | - |
| Zehnerblock, zwei Jahre gültig | 51,00 € | 26,40 € |
| Saisonkarte | 102,00 € | 68,40 € |
| Partner-Saisonkarte | 170,40 € | - |
| Schulklassen, pro Person | - | 2,20 € |
| Schlittschuhverleih | 5,30 € | 5,30 € |
| Kästchen für die Saison | 64,10 € | 64,10 € |
Drei Rechnungen lohnen sich vor dem Kauf. Erstens der Zehnerblock: 51,00 Euro für zehn Eintritte sind 5,10 Euro je Besuch statt 6,00 - eine Ersparnis von 9,00 Euro, und die Karte ist zwei Jahre gültig, überdauert also eine Saison mit wenig Zeit. Ermäßigt ist der Vorteil größer: 26,40 Euro für zehn Eintritte sind 2,64 statt 3,60 Euro, ein Nachlass von 27 Prozent.
Zweitens die Saisonkarte: Sie rechnet sich gegenüber der Einzelkarte ab dem 17. Besuch, gegenüber dem Zehnerblock erst ab dem 21. Bei einer Saison von rund zwanzig Wochen heißt das: Wer nicht mindestens einmal pro Woche aufs Eis geht, fährt mit dem Block besser. Die ermäßigte Saisonkarte liegt mit 68,40 Euro bei 19 Besuchen im Gleichstand zur Einzelkarte.
Drittens der Abendlauf: Mit 4,20 Euro kostet er 30 Prozent weniger als die reguläre Einzelkarte. Wer nur an den Abenden am Montag, Mittwoch und Samstag geht, kommt mit Einzelkarten oft günstiger davon als mit einem Block. Für Inhaberinnen und Inhaber der städtischen Aktiv:Karte kostete die Saisonkarte in der Saison 2025/26 nur 19,00 Euro, die Familienvariante 32,50 Euro. Alle aktuellen Sätze stehen auf der Seite der Stadt zur Eisarena.
Schlittschuhe leihen oder schleifen lassen
Eigene Schuhe braucht niemand: Der Verleih vor Ort kostet 5,30 Euro. Für regelmäßige Besuche wird das schnell zur Rechenaufgabe - zehn Besuche mit Leihschuhen kosten 53,00 Euro zusätzlich zum Eintritt und damit mehr als ein einfaches Paar Kufen. Wer eigene Schlittschuhe mitbringt, kann sie in der Eisarena schleifen lassen; stumpfe Kufen sind der häufigste Grund dafür, dass sich Anfänger für ungeschickt halten, obwohl es am Material liegt.
Für alle, die ihre Ausrüstung nicht jedes Mal durch die halbe Stadt tragen wollen, gibt es Kästchen für 64,10 Euro pro Saison. Das lohnt sich rechnerisch nur bei sehr häufigen Besuchen, praktisch aber schon dann, wenn man mit Kindern kommt und pro Person ein Paar Schuhe plus Helm unterzubringen hat.
Eisstock und Vereinsbetrieb
Neben Publikumslauf, Eishockey und Kunstlauf ist Stocksport die dritte große Nutzung der Anlage. Die Eisarena verleiht dafür auch die Eisstöcke, die Bahnen werden über die städtischen Betriebe vergeben - für Betriebsfeiern und Vereinsrunden im Winter die naheliegende Alternative zum Bowling, das in Bowling und Kegeln in Salzburg mit Preisen steht. Angefragt wird unter +43 662 8072 4313 oder betriebe@stadt-salzburg.at.
Wer lieber zusieht als selbst läuft: Die Heimspiele des EC Red Bull Salzburg laufen in der Eishalle im selben Areal, den Spielplan führt die ICE Hockey League. Übertragen werden die Partien unter anderem in der Sportsbar an der Hermann-Bahr-Promenade, die bei den Pubs in Salzburg beschrieben ist.
Eislaufkurse für Kinder und Erwachsene
Wer nicht laufen kann, lernt es in derselben Halle. Die Eislaufschule Salzburg unterrichtet in der Eisarena vom Anfängerkurs bis zum Aufbautraining und nimmt Kinder ab drei Jahren. Die Kinderkurse laufen Montag und Donnerstag von 14:30 bis 15:15 Uhr, für Jugendliche ab fünf Jahren gibt es Aufbau- und Leistungskurse mit Wettkampfvorbereitung, für Erwachsene ab 18 einen Sonntagskurs von 18:30 bis 19:30 Uhr, aufgeteilt in einen Block von Oktober bis Dezember und einen von Jänner bis März. Der Mitgliedsbeitrag beträgt 30 Euro pro Kind und Saison, Leihschuhe kosten 60 Euro für die Saison bei 50 Euro Kaution; ab dem zweiten Kind gibt es 25 Prozent Familienermäßigung. Die Kursübersicht steht bei der Eislaufschule Salzburg, dazu kommen Eistanz- und Rollschuhkurse.
Für Kindergartengruppen und Volksschulklassen gibt es einen zweiten Weg: Der EC Red Bull Salzburg veranstaltet gemeinsam mit der ASKÖ Salzburg kostenlose Eislaufkurse, seit 2015 im Rahmen der Kampagne „Kinder Gesund Bewegen" des Sportministeriums. Angemeldete Gruppen bekommen drei wöchentliche Einheiten unter Anleitung von Eishockeytrainern des Vereins. Der Haken ist die Nachfrage: Für die Saison 2025/26 waren alle Einheiten bereits ausgebucht, angemeldet wird deshalb früh über die Seite des EC Red Bull Salzburg.
Warum in Salzburg kein Natureis freigegeben wird
Bei anhaltendem Frost stellt sich in Salzburg jedes Jahr dieselbe Frage - und die Antwort ist seit Jahren dieselbe. Für den Leopoldskroner Weiher gab es die letzte offizielle Freigabe 2017. Seither ist das Betreten der Eisfläche untersagt, unabhängig davon, wie dick das Eis aussieht. Für den Salzachsee in Liefering gilt dasselbe, und der Magistrat hat festgehalten, dass es auch künftig keine Freigaben geben wird.
Der Grund liegt nicht im Wetter, sondern im Gewässer selbst: Beide Seen verlanden zunehmend. Ablagerungen am Grund erzeugen Wärme, die Eisdecke wird dadurch uneinheitlich dick und stellenweise instabil. Eine Fläche kann tragfähig wirken und wenige Meter weiter nicht mehr tragen - genau das macht die Sache gefährlich. Beim Leopoldskroner Weiher kommt die ständige Wasserbewegung dazu, die eine gleichmäßige Decke von vornherein verhindert. Die Stadt weist auf ihrer Seite zum Leopoldskroner Erholungsraum ausdrücklich darauf hin, dass das Eis dort nicht betreten werden kann.
Kontrolliert wird das Verbot nicht laufend. Es hat trotzdem eine harte Konsequenz: Wer einbricht und gerettet werden muss, bekommt den Einsatz verrechnet. Ob eine Unfallversicherung diese Kosten übernimmt, ist offen - bei einem Unfall auf einer ausdrücklich gesperrten Fläche ist das keine sichere Annahme.
Im gesamten Bundesland ist die Lage kaum anders. Die meisten Gemeinden geben ihre zugefrorenen Gewässer generell nicht frei; zuletzt war der Ritzensee in Saalfelden der einzige offiziell freigegebene See im Land Salzburg. Wer also auf Natureis laufen will, muss weit fahren und vorher die Freigabe der jeweiligen Gemeinde prüfen - eine Eisdecke, die niemand geprüft hat, ist keine Eisfläche, sondern ein Risiko.
Bergheim: die Alternative im Flachgau
Wem die Eisarena zu voll oder zu teuer ist, hat eine Ausweichmöglichkeit direkt vor der Stadtgrenze. Die Eislaufhalle „Bergxi" in Bergheim, Iselstraße 20, liegt in der Flachgauer Nachbargemeinde neben dem Freibad und ist überdacht: Die rund 20 mal 40 Meter große Fläche bekam 2005 ein preisgekröntes Holzdach, das Laufen bleibt also wetterunabhängig. Die Saison dauert von Ende November bis Anfang März - 2025/26 vom 29. November bis 1. März und damit deutlich kürzer als in der Stadt.
Der Preisunterschied ist der eigentliche Grund für die Fahrt: Erwachsene zahlen 4,00 Euro, Kinder von 3 bis 15 Jahren 2,30 Euro - also ein Drittel weniger als in der Eisarena. Ermäßigt wird täglich ab 17 Uhr und donnerstags ganztägig, Kinder unter sechs Jahren kommen gratis hinein, am Heiligen Abend alle. Für Anfänger stehen Pinguine als Laufhilfe bereit, ein Kiosk sorgt fürs Aufwärmen. Schulklassen können eigene Zeiten vereinbaren. Die aktuellen Sätze führt die Gemeinde Bergheim.
Bleibt für die Stadt der Volksgarten. Angefahren wird er mit den Buslinien 6, 7 und 10 bis zur Haltestelle Volksgartenbad, Parkplätze gibt es nach Angaben der Stadt nur eingeschränkt; die Linienübersicht steht beim Obus in Salzburg.
Alle Angaben Stand August 2026. Termine und Tarife beziehen sich auf die Saison 2025/26; die Daten für 2026/27 veröffentlicht die Stadt üblicherweise im September.