SALZBURG JOURNAL

Museen in Salzburg: Preise, Zeiten und Schließtage

Zwischen 5 und 18 Euro liegt der Eintritt, und mindestens drei Häuser haben unterschiedliche Ruhetage. Wer mehrere an einem Tag schaffen will, sollte den Wochentag zuerst prüfen - nicht die Route.

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Museen in Salzburg: Preise, Zeiten und Schließtage

Der Schließtag entscheidet mehr als der Weg

Salzburgs Museen liegen so dicht beieinander, dass sich mehrere an einem Tag ausgehen. Was den Plan kippt, ist selten die Entfernung - es sind die unterschiedlichen Ruhetage. Das DomQuartier hat dienstags zu, das Museum der Moderne montags, das Spielzeug Museum ebenfalls montags, während Festung, Mozart-Häuser und Hellbrunn täglich offen haben.

Dazu kommt die Saison: Hellbrunn und das Salzburger Freilichtmuseum schließen im Spätherbst komplett, die Festung verkürzt von Oktober bis April. Und ein Haus fehlt derzeit ganz - die Neue Residenz am Mozartplatz, das Haupthaus des Salzburg Museum, ist wegen Umbau geschlossen.

Der Preisvergleich

HausErwachseneAnmerkung
Mozarts Geburtshaus18,00 €Kombiticket mit Wohnhaus 25,00 €
Mozart-Wohnhaus18,00 €dasselbe Kombiticket
Haus der Natur16,00 €Kinder 10,50 €, Familie 48,00 €
Museum der Moderne15,00 €beide Häuser, unter 19 gratis
Salzburger Freilichtmuseum15,00 €Großgmain, Saisonbetrieb
Schloss Hellbrunn16,50 €Wasserspiele, Schloss und Volkskunde Museum
DomQuartier12,00 €Teilbetrieb bis Herbst 2027, sonst 15,00 €
Salzburg Museum, Orangerie8,00 €Panorama am Mirabellplatz
Salzburg Museum, Volkskunde und Spielzeug5,00 €günstigste Häuser der Stadt

Die Spanne reicht also von 5 bis 18 Euro. Auffällig ist, dass die beiden teuersten Häuser die kleinsten sind: In Mozarts Geburtshaus bildet eine 130 Quadratmeter große Wohnung im dritten Obergeschoß den Kern des Museums.

Die Mozart-Museen

Beide Häuser gehören der Stiftung Mozarteum. Im Geburtshaus in der Getreidegasse 9 wurde Wolfgang Amadé Mozart am 27. Jänner 1756 geboren; die Familie lebte dort 26 Jahre, bis sie 1773 in das Haus am heutigen Makartplatz 8 umzog. Das Museum im Geburtshaus wurde 1880 von der Internationalen Stiftung Mozarteum gegründet und erstreckt sich heute über das ganze Gebäude.

Die Zeiten sind bei beiden identisch: täglich 9 bis 17.30 Uhr, im Juli und August 8.30 bis 19 Uhr, letzter Einlass jeweils 30 Minuten vor Schluss. Die Preisstaffel ebenfalls:

KategorieEin HausKombiticket
Erwachsene18,00 €25,00 €
Gruppen ab 10, Studierende, Seniorinnen und Senioren15,00 €22,00 €
Kinder von 6 bis 14 Jahren6,00 €8,00 €
Familienkarte, 2 Erwachsene mit Kindern32,00 €50,00 €
Schüler im Klassenverband, 6 bis 18 Jahre4,50 €6,00 €
Kinder unter 6 Jahrenfrei

Das Kombiticket spart also 11 Euro gegenüber zwei Einzeltickets - bei der Familienkarte sind es 14 Euro. Menschen mit Beeinträchtigung und eine eingetragene Begleitperson haben freien Eintritt; sonstige Begleitpersonen zahlen den ermäßigten Preis.

Zwei praktische Details: Das Mozart-Wohnhaus ist über den Eingang Theatergasse barrierefrei zugänglich, der Zugang muss aber telefonisch geöffnet werden. Und beide Häuser haben einzelne Sperrzeiten, die man vorher prüfen sollte - das Geburtshaus etwa ist am 13. und 14. Oktober 2026 ganztägig geschlossen.

Das Salzburger Freilichtmuseum

Das größte Museum des Landes liegt nicht in der Stadt, sondern in Großgmain. Es zeigt historische Bauernhäuser im Gelände, dazu eine Museumsbahn, deren Benützung im Eintritt enthalten ist. Ohne Auto kommt man mit dem Postbus 180 hin, der ab Salzburg Hauptbahnhof direkt zur Haltestelle Freilichtmuseum fährt - werktags halbstündlich, am Wochenende und an Feiertagen im Stundentakt.

Die Saison 2026 läuft von 19. März bis 11. November mit vier Zeitblöcken:

  • 19. März bis 31. Mai: Di bis So 9 bis 18 Uhr
  • 1. Juni bis 31. August: täglich 9 bis 18 Uhr
  • 1. September bis 18. Oktober: Di bis So 9 bis 18 Uhr
  • 19. Oktober bis 11. November: Di bis So 9 bis 17 Uhr

Letzter Einlass ist jeweils eine Stunde vor Schluss. Erwachsene zahlen 15 Euro, Familien 30, Schüler und Studierende 6, Kinder unter sechs Jahren nichts. Zwei Rabatte lohnen den Blick: Wer mit dem Postbus 180 anreist und den Fahrschein an der Kassa vorweist, zahlt statt 15 nur 13 Euro. Und ab 16 Uhr - im Spätherbst ab 15 Uhr - gilt der Tarif "Tagesausklang" mit 7,50 Euro für Erwachsene und 3 Euro für Kinder.

Frei ist der Eintritt mit der Salzburg Card (19. März bis 11. November), der Salzburg Land Card und der Chiemgau Karte - und für alle Geburtstagskinder. Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität stehen ein Elektromobil und ein Rollstuhl kostenlos bereit, Bollerwagen kosten 4 Euro Leihgebühr. Alle Angaben stehen auf der Preis- und Öffnungszeitenseite des Museums.

Die Häuser mit eigenen Beiträgen

Sechs große Adressen haben eigene Beiträge, hier nur der Kern:

  • Salzburg Museum - ein Verbund aus neun Standorten. Das Haupthaus in der Neuen Residenz ist wegen Umbau zu; offen sind unter anderem Panorama, Volkskunde Museum, Spielzeug Museum, Festungsmuseum und zwei Häuser in Hallein.
  • Museum der Moderne - Mönchsberg und Rupertinum, ein Ticket für beide, rund 55.000 Werke im Bestand, unter 19 Jahren gratis.
  • DomQuartier - der Rundgang durch Residenz, Dom und Erzabtei mit Domschatz und Kunstkammer. Wegen der geschlossenen Residenzgalerie gilt bis voraussichtlich Herbst 2027 der Teilbetriebspreis.
  • Haus der Natur - Aquarium, Reptilienzoo, Weltraumhalle und Science Center auf über 7.000 Quadratmetern.
  • Festung Hohensalzburg - mit dem Festungsmuseum im Ticket, gestaffelt nach Bahn oder Aufstieg zu Fuß.
  • Schloss Hellbrunn - Wasserspiele, Schlossausstellung und Volkskunde Museum in einem Ticket, Saison bis 1. November.

Die kleineren und privaten Häuser

Neben den großen Adressen gibt es vier Sammlungen, die man leicht übersieht - drei davon mit ungewöhnlichen Zugangsregeln. Die Angaben stammen von der Plattform Kunst in Salzburg, die von den Salzburger Galerien und Museen gemeinsam herausgegeben wird:

HausAdresseGeöffnet
Museum Kunst der Verlorenen GenerationSigmund-Haffner-Gasse 12, 1. StockDi bis Sa 10 bis 17 Uhr, Führung jeden Sa 11 Uhr
Panorama MuseumResidenzplatz 9täglich 9 bis 17 Uhr
Kunstraum St. VirgilErnst-Grein-Straße 14Mo bis Sa 8 bis 20 Uhr, So 8 bis 13 Uhr
Sammlung SpallArtJakob-Auer-Straße 8jeden ersten Samstag im Monat 11 bis 14 Uhr
Sammlung WürthUniversität Mozarteum, Mirabellplatz 1nur mit Anmeldung

Zwei Punkte fallen dabei auf. Der Kunstraum St. Virgil hat mit Abstand die längsten Zeiten aller Salzburger Ausstellungsorte - zwölf Stunden werktags, weil er in einem Bildungshaus liegt und dessen Betriebszeiten folgt. Und die Sammlung SpallArt ist das Gegenteil: drei Stunden im Monat, ein Samstagvormittag. Wer sie sehen will, muss den Termin im Kalender vormerken.

Das Museum Kunst der Verlorenen Generation liegt zwei Hausnummern neben der ältesten Buchhandlung der Stadt in derselben Gasse - für einen Altstadtvormittag lassen sich beide gut verbinden.

Wann sich eine Karte rechnet

Drei Modelle nehmen den Museen die Einzelpreise ab, und sie lohnen bei unterschiedlichem Verhalten:

  • Salzburg Card - für Besucher, die mehrere Ziele in ein oder zwei Tagen bündeln. Die Rechnung samt Break-even steht im eigenen Beitrag zur Salzburg Card.
  • Jahreskarte DomQuartier, 40 Euro, Familien 60 Euro, mit Salzburger Familienpass 45 Euro - sie bringt zusätzlich ermäßigten Eintritt im Salzburg Museum, im Keltenmuseum Hallein, im Freilichtmuseum und im Museum der Moderne.
  • Förderverein des Freilichtmuseums, 30 Euro einzeln und 50 Euro für Familien - er bringt freien Eintritt im Freilichtmuseum inklusive Veranstaltungen sowie in weiteren Salzburger Museen.

Für Einheimische mit Kindern ist die dritte Variante die unauffälligste und oft die günstigste: Zwei Familienbesuche im Freilichtmuseum kosten 60 Euro, die Familienmitgliedschaft 50.

Der Dienstag und der Montag

Wer nur einen Tag hat, sollte die Reihenfolge nach Schließtagen planen statt nach Entfernung:

  • Montag: Museum der Moderne und Spielzeug Museum zu - außer an Feiertagen sowie während der Oster-, Pfingst- und Sommerfestspiele, dann hat das Museum der Moderne offen.
  • Dienstag: DomQuartier zu.
  • Täglich offen: Festung, beide Mozart-Häuser, Hellbrunn in der Saison, Haus der Natur, Panorama in der Orangerie und das Volkskunde Museum.
  • 24. Dezember: Die meisten Häuser schließen früher oder ganz - Hellbrunn ist da ohnehin außerhalb der Saison.

Ein letzter Hinweis zur Reihenfolge: Wer Festung und DomQuartier am selben Tag plant, sollte mit der Festung beginnen. Deren Kassen schließen früher als die Öffnungszeit vermuten lässt, und das DomQuartier lässt bis eine Stunde vor Schluss ein - umgekehrt bleibt oben am Berg womöglich nur noch das teuerste Ticket übrig.

Wer statt der großen Häuser die kleineren Ausstellungsorte sucht, findet sie im Überblick zu den Galerien in Salzburg.

Stand August 2026. Preise und Zeiten nach den Angaben der jeweiligen Häuser. Bau- und Saisonzustände ändern sich, mehrere Häuser sind derzeit im Umbau - vor dem Besuch gegenprüfen.

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