SALZBURG JOURNAL

Die Salzburg Card: Was drin ist und wann sie sich rechnet

38 Euro für 24 Stunden in der Hauptsaison, 29 Ziele gratis. Festung, Mönchsbergaufzug und Museum der Moderne kommen zusammen auf 39 Euro - drei Ziele decken den Preis also gerade eben.

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Die Salzburg Card: Was drin ist und wann sie sich rechnet

Zwei Preisstufen, je nach Saison

Die Salzburg Card kostet nicht das ganze Jahr gleich viel. Die Tourismus Salzburg GmbH als Herausgeberin unterscheidet zwei Zeiträume, und der Unterschied beträgt je nach Dauer drei bis fünf Euro.

1. April bis 31. Oktober 2026

DauerErwachseneKinder 6 bis 15 Jahre
24 Stunden38,00 €19,00 €
48 Stunden45,00 €22,50 €
72 Stunden49,00 €24,50 €

1. Jänner bis 31. März und 1. November bis 31. Dezember 2026

DauerErwachseneKinder 6 bis 15 Jahre
24 Stunden35,00 €17,50 €
48 Stunden41,00 €20,50 €
72 Stunden44,00 €22,00 €

Auffällig ist die Staffelung: Von 24 auf 48 Stunden kostet die Verlängerung sieben Euro, von 48 auf 72 Stunden nur mehr vier. Wer zwei volle Tage plant, sollte die 72-Stunden-Karte durchrechnen - der dritte Tag ist der billigste. Die aktuellen Beträge stehen in der offiziellen Preisübersicht.

Die Uhr läuft erst ab der ersten Nutzung

Ein Missverständnis, das Geld kostet: Die Gültigkeit beginnt nicht mit dem Kauf, sondern mit der ersten Nutzung beziehungsweise Registrierung. Eine um 14 Uhr erstmals eingesetzte 24-Stunden-Karte gilt bis 13.59 Uhr am Folgetag.

Bei der digitalen Karte startet die Frist automatisch beim ersten Einlass. Bei der physischen Karte tragen Sie Datum und Uhrzeit selbst ein. Registriert wird jeweils am Eingang; bei den Bergbahnen zählt auch die Talfahrt als Nutzung. Wer die Karte also am Vorabend kauft und erst am nächsten Morgen einsetzt, verliert nichts. Nicht genutzte Karten lassen sich kostenlos stornieren.

Die Frist läuft durchgehend, sie lässt sich nicht auf mehrere Tage aufteilen. Für eine 24-Stunden-Karte heißt das: Ein später Nachmittagsstart nutzt beide Hälften - den angebrochenen Tag und den Vormittag darauf.

29 Ziele, und die Öffis sind dabei

Die Liste der Gratis-Eintritte umfasst 29 Positionen. Sortiert nach Art:

  • Bergbahnen und Aufzüge: FestungsBahn, MönchsbergAufzug, Untersbergbahn.
  • Große Häuser: Festung Hohensalzburg, DomQuartier Salzburg, Hellbrunn mit Schloss und Wasserspielen, Museum der Moderne am Mönchsberg und im Rupertinum, Haus der Natur, Salzburger Freilichtmuseum, Zoo Salzburg Hellbrunn.
  • Museen auf der Festung: Festungsmuseum, Rainer-Regimentsmuseum, Marionettenmuseum.
  • Mozart und Literatur: Mozarts Geburtshaus, Mozart-Wohnhaus, Mozart Ton- und Filmsammlung, Georg Trakl Geburtshaus.
  • Kleinere Häuser: Spielzeug Museum, Volkskunde Museum, Salzburger Weihnachtsmuseum, Bibelwelt, Orangerie Salzburg mit Panorama und Welterbe-Ausstellung, Stift St. Peter.
  • Touren und Erlebnisse: Führungen in den Festspielhäusern, Stiegl-Brauwelt, Salzburg Stadt Schiff-Fahrt, Sound of Music Salzburg.
  • Öffentliche Verkehrsmittel im Stadtgebiet.

Der Eintritt gilt je Ziel einmal. Was die einzelnen Häuser regulär kosten und wann sie geöffnet sind, steht im Überblick zu den Sehenswürdigkeiten in Salzburg. Die Öffis sind für die gesamte Gültigkeitsdauer frei - allein das entspricht dem Wert einer 24-Stunden-Karte um 5,20 Euro, wie im Überblick zu Obus, Bus und S-Bahn in Salzburg nachzulesen.

Ab wann sie sich rechnet

Statt einer pauschalen Empfehlung hier die Gegenrechnung mit den tatsächlichen Einzelpreisen. Ausgangspunkt ist die 24-Stunden-Karte in der Hauptsaison um 38,00 Euro.

Variante 1: der klassische Stadttag

Einzeln gekauftPreis
Festung Hohensalzburg, FestungsCard All Inclusive mit Bahn19,20 €
Mönchsbergaufzug, Berg- und Talfahrt4,80 €
Museum der Moderne, beide Häuser15,00 €
Summe39,00 €

Drei Ziele decken den Kartenpreis also gerade eben - der Vorteil beträgt einen Euro. Rechnet man die Öffis mit 5,20 Euro dazu, steht es 44,20 zu 38,00 Euro. Das ist ein realistischer, aber knapper Fall: Wer nur diese drei Ziele ansteuert und ohnehin zu Fuß geht, fährt mit Einzeltickets etwa gleich gut.

Variante 2: mit der Untersbergbahn

Einzeln gekauftPreis
Untersbergbahn, Berg- und Talfahrt34,00 €
Festung Hohensalzburg, All Inclusive mit Bahn19,20 €
Mönchsbergaufzug, Berg- und Talfahrt4,80 €
Summe58,00 €

Hier kippt die Rechnung deutlich: 20 Euro Vorteil gegenüber der 24-Stunden-Karte. Die Untersbergbahn ist mit 34 Euro für Erwachsene das teuerste Einzelticket im Kartenumfang und trägt die Karte praktisch im Alleingang. Wer sie einplant, muss nicht weiterrechnen.

Die Faustregel daraus: Eine Bergbahn plus zwei Museen, und die Karte ist drin. Ohne Bergbahn brauchen Sie mindestens drei bis vier Eintritte pro Tag, um über den Preis zu kommen.

Bei den längeren Karten wird die Sache eindeutiger. Die 72-Stunden-Karte kostet in der Hauptsaison 49 Euro, also nur elf Euro mehr als die 24-Stunden-Variante - während sich die Zielzahl verdreifacht. Wer drei Tage bleibt und pro Tag auch nur zwei Eintritte einlöst, liegt fast zwangsläufig darüber. Die Frage ist bei mehrtägigen Karten weniger, ob sie sich rechnen, als ob Sie die Ziele in der Zeit schaffen.

Im Winter fehlen genau die stärksten Posten

Dass die Karte von November bis März drei bis fünf Euro billiger ist, hat einen Grund - und der Nachlass gleicht ihn nicht ganz aus. Zwei der wertvollsten Positionen stehen im Winter nämlich gar nicht zur Verfügung:

  • Hellbrunn und die Wasserspiele laufen 2026 nur vom 28. März bis 1. November, danach ist geschlossen. Der Einzeleintritt kostet 16,50 Euro für Erwachsene - nach der Untersbergbahn der zweitgrößte Hebel in der Rechnung. Die Zeiten und Preise stehen in der Besucherübersicht von Schloss Hellbrunn.
  • Die Untersbergbahn hat im Spätherbst eine mehrwöchige Revision. Nach dem veröffentlichten Betriebskalender endet der Herbstbetrieb Anfang November, weiter geht es erst Mitte Dezember; das genaue Revisionsdatum wird jeweils gesondert bekanntgegeben. Wer im November plant, sollte vorher bei der Bahn nachfragen.

Rechnerisch bedeutet das: Im Winter kostet die 24-Stunden-Karte 35 statt 38 Euro, es fallen aber Ziele im Wert von 50 Euro weg. Der reine Stadttag aus Variante 1 funktioniert weiterhin - mit 39 Euro gegenüber 35 Euro sogar etwas besser als im Sommer. Für alles, was ins Umland führt, gilt das nicht.

Dazu kommen die kürzeren Öffnungszeiten: Die Festung schließt von Oktober bis April bereits um 17 Uhr statt um 20 Uhr. Eine 24-Stunden-Karte, die um 14 Uhr aktiviert wird, hat im Winter damit deutlich weniger nutzbare Stunden - obwohl die Frist gleich lang läuft.

Ermäßigungen zusätzlich zu den Gratis-Eintritten

Neben den 29 freien Zielen gibt es eine zweite, kleinere Gruppe: Partner, bei denen die Karte nicht den vollen Eintritt, aber einen Nachlass bringt. Dazu zählen unter anderem das Salzburg Museum, das Keltenmuseum Hallein, das Untersbergmuseum in Fürstenbrunn bei Grödig, das Radiomuseum Grödig, das Toihaus Theater, Aqua Salza in Golling, Fort Kniepass, Kartworld Salzburg und die Mozart-Klaviersonaten im Renaissance-Saal.

Wie hoch der Nachlass jeweils ausfällt, ist nicht einheitlich geregelt und wird pro Partner festgelegt - hier lohnt die Nachfrage an der Kassa. In die Break-even-Rechnung sollten Sie diese Posten nicht einplanen, weil sie den Kartenpreis nur in Einzelfällen spürbar drücken.

Wann sie sich nicht auszahlt

Drei Fälle, in denen Einzeltickets günstiger sind:

  • Ein bis zwei Ziele pro Tag. Wer die Festung besucht und sonst durch die Altstadt geht, zahlt 19,20 Euro statt 38 - die Altstadt selbst kostet nichts.
  • Schwerpunkt Festspiele oder Konzerte. Veranstaltungskarten sind nicht enthalten, die Karte hilft dann nur beim Rahmenprogramm.
  • Kurzer Vormittag vor der Abreise. Bei drei Stunden Aufenthalt geht sich die nötige Zielzahl nicht aus, obwohl die Karte 24 Stunden gilt.

Für Einheimische, die nur bergauf müssen, ist ohnehin ein anderes Produkt interessanter: Die persönliche Monatskarte der Salzburg AG um 22 Euro gilt an Festungsbahn und Mönchsbergaufzug zugleich.

Kinder, Jugendliche und eine Sonderregel

Der Kindertarif gilt von 6 bis 15 Jahren und beträgt exakt die Hälfte des Erwachsenenpreises. Für jüngere Kinder gibt es eine eigene Regelung: Kinder zwischen 4 und 6 Jahren zahlen auch ohne Salzburg Card den Kindertarif, und zwar bei Bibelwelt, Haus der Natur, Hellbrunn, Salzburg Schiff-Fahrt, Spielzeug Museum und Zoo Salzburg.

Familien sollten außerdem prüfen, ob das jeweilige Ziel ohnehin gratis ist. Im Museum der Moderne etwa zahlen Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren nichts, 2026 kommt dort sogar die Aufzugfahrt gratis dazu. Für diese Altersgruppe lohnt die Karte deshalb seltener als für Erwachsene.

Wo Sie die Karte bekommen

Erhältlich ist die Salzburg Card online, an der Rezeption vieler Hotels, bei den Touristen-Informationsstellen in und um die Stadt, in Kartenbüros und am Flughafen. Auskunft gibt es unter cards@salzburg.info und telefonisch unter +43 662 88987-0.

Wer online kauft, hält die Karte vor der Anreise in der Hand und spart sich die Warteschlange - was in der Hauptsaison an der Festung ein spürbarer Vorteil ist. Details zu Aktivierung und Storno stehen in den häufigen Fragen der Tourismus Salzburg GmbH.

Stand August 2026. Kartenpreise nach der Preisübersicht der Tourismus Salzburg GmbH, Einzelpreise nach Salzburg AG, Museum der Moderne und Untersbergbahn. Vor der Buchung Saisonzeitraum und Umfang gegenprüfen, die Zielliste ändert sich gelegentlich.

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