SALZBURG JOURNAL

Sehenswürdigkeiten in Salzburg: Die wichtigsten Orte

Das DomQuartier kostet derzeit 12 statt 15 Euro, weil die Residenzgalerie bis Herbst 2027 geschlossen ist. Die Hellbrunner Wasserspiele laufen nur bis 1. November. Was die wichtigsten Orte kosten und wann sie zugänglich sind.

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Sehenswürdigkeiten in Salzburg: Die wichtigsten Orte

Was kostet, was frei ist

Salzburgs Altstadt lässt sich zu einem großen Teil kostenlos erlaufen - die teuren Posten sind die Innenräume und die Bergbahnen. Die Übersicht mit den Preisen für Erwachsene:

OrtErwachseneAnmerkung
Festung Hohensalzburg, All Inclusive mit Bahn19,20 €zu Fuß 14,50 €
Mozarts Geburtshaus oder Wohnhaus18,00 €Kombiticket für beide 25,00 €
Hellbrunn mit Wasserspielen16,50 €nur 28. März bis 1. November
Museum der Moderne, beide Häuser15,00 €mit Aufzug 17,00 €
DomQuartier12,00 €Teilbetrieb, sonst 15,00 €
Mönchsbergaufzug, Berg- und Talfahrt4,80 €einfach 3,40 €
Mirabellgarten mit Zwerglgartenfreiganzjährig
PetersfriedhoffreiKatakomben kostenpflichtig
Getreidegasse, Residenzplatz, Kapuzinerbergfrei-

Wer mehrere der kostenpflichtigen Ziele an einem Tag ansteuert, sollte die Salzburg Card gegenrechnen - fast alle Häuser aus dieser Liste sind darin enthalten.

DomQuartier: derzeit drei Euro billiger, und das hat einen Grund

Der Rundgang durch das DomQuartier ist der effizienteste Weg, viel Salzburg auf einmal zu sehen: Ein Ticket führt durch die Prunkräume der Residenz, die Residenzgalerie, das Dommuseum und das Museum St. Peter - alles über die historischen Verbindungsgänge, ohne das Gebäude zu verlassen.

Aktuell gilt der Teilbetriebspreis von 12,00 Euro statt 15,00 Euro, weil die Residenzgalerie bis voraussichtlich Herbst 2027 geschlossen ist. Auch die Schwarzenbergkapelle ist vorübergehend zu, und seit 17. August 2026 ist der Museumsshop im dritten Obergeschoß geschlossen, wodurch die Dombogenterrasse nur noch über das Dommuseum erreichbar ist. Die weiteren Teilbetriebspreise:

  • Ermäßigt: 10,00 € (Vollbetrieb 12,00 €)
  • U26, also 7 bis 25 Jahre: 4,00 € (Vollbetrieb 5,00 €)
  • Kinder bis 6 Jahre: frei
  • Familie: 26,00 € (Vollbetrieb 32,00 €)
  • Audioguide: 2,00 €

Geöffnet ist täglich außer Dienstag von 10 bis 17 Uhr, im Juli und August bis 18 Uhr, letzter Einlass eine Stunde vor Schluss. Am 24. Dezember bleibt zu. Für den Rundgang sind mindestens anderthalb, besser zwei Stunden zu veranschlagen; in den letzten zwanzig Minuten vor Schließzeit ist der Zugang zu allen Teilbereichen nicht garantiert. Alle Beträge stehen in der Preisübersicht des DomQuartiers.

Ein Detail für Wiederkehrer: Die Jahreskarte um 40,00 Euro amortisiert sich rechnerisch beim vierten Besuch und bringt zusätzlich ermäßigten Eintritt im Salzburg Museum, im Salzburger Freilichtmuseum, im Keltenmuseum Hallein und im Museum der Moderne.

Der Dom

Der Dom am Residenzplatz ist als Kirche zugänglich, für die Besichtigung wird ein Kostenbeitrag eingehoben, der der Erhaltung des Baus dient; Audioguides und Führungen gibt es zusätzlich. Die Zeiten wechseln saisonal und werden durch Gottesdienste, Konzerte und Proben eingeschränkt.

Besonders im Sommer lohnt der Blick auf den Tagesplan: Während der Jedermann-Aufführungen am Domplatz ist der Dom nicht zu besichtigen, und an Wochentagen findet mittags die Musik zu Mittag statt, weshalb die Orgelempore dann geschlossen ist. Aktuelle Angaben stehen auf der Seite des Salzburger Doms, telefonisch erreichbar unter +43 662 8047-6640. Das Dommuseum selbst ist Teil des DomQuartier-Rundgangs.

Die beiden Mozart-Häuser

Beide Häuser betreibt die Internationale Stiftung Mozarteum, beide kosten einzeln 18,00 Euro - und das Kombiticket für 25,00 Euro spart elf Euro gegenüber zwei Einzelkarten. Die weiteren Kategorien sind identisch: ermäßigt 15,00 € (Kombi 22,00 €), Jugendliche von 15 bis 18 Jahren 7,00 € (10,00 €), Kinder von 6 bis 14 Jahren 6,00 € (8,00 €), Familien 32,00 € (50,00 €), unter 6 Jahren frei.

Mozarts Geburtshaus, Getreidegasse 9, zeigt auf drei Stockwerken in der ehemaligen Wohnung der Familie die bedeutendste Sammlung originaler Familienstücke und Instrumente, darunter sein Hammerklavier und Konzertvioline. Mozart wurde hier am 27. Jänner 1756 geboren. Das Haus ist nicht barrierefrei.

Das Mozart-Wohnhaus am Makartplatz 8 war die spätere Adresse der Familie; Wolfgang lebte hier bis 1780. Das Gebäude wurde 1944 beschädigt und 1996 nach den Originalplänen wiedererrichtet. Zu sehen sind unter anderem der Autographentresor und die Ton- und Filmsammlung. Beide Häuser öffnen täglich von 9 bis 17.30 Uhr, im Sommer länger, letzter Einlass 30 Minuten vor Schluss. Details stehen bei den Mozart-Museen der Stiftung Mozarteum.

Der Mirabellgarten: der beste kostenlose Ort der Stadt

Der Garten des Schlosses Mirabell ist tagsüber ganzjährig frei zugänglich - im Sommer von April bis September zwischen 5 und 23 Uhr, im Winter von Oktober bis April zwischen 7 und 22 Uhr, mit Teilsperrungen in der kalten Jahreszeit. Im Gartenparterre blühen über 100.000 Blumen, dazu kommen historische Skulpturen, Vasen und Brunnen sowie die Pegasus-Bronzeskulptur vor dem Schloss. 2007 stellte das Bundesdenkmalamt die Anlage unter Denkmalschutz.

Der interessanteste Teil ist der Zwerglgarten, der älteste seiner Art in Europa. Er entstand um 1695 unter Erzbischof Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein; die ersten Figuren fertigte vermutlich 1691/92 ein Künstlerkollektiv unter Ottavio Mosto und Bernhard Michael Mandl. Ursprünglich standen dort 28 Zwerge aus Untersberger Marmor. In der Aufklärung kamen die Figuren in Verruf, der Garten verwilderte, und Anfang des 19. Jahrhunderts wurden sie versteigert. Erst 1919 beschloss der Gemeinderat die Wiedererrichtung. Heute besitzt die Stadt 19 Zwerge.

An der Südfassade liegt der Rosengarten mit rund 1.600 Rosen und 2.500 Stauden. Auch er hat eine wechselvolle Geschichte: Im frühen 18. Jahrhundert stand hier ein Baumgarten mit 64 Feldern für Pomeranzenbäume, in den Weltkriegen wurde Gemüse angebaut, seine heutige Form bekam er um 1955. Der überalterte Pflanzenbestand wurde 2025 erneuert. Die Beschreibung stammt von der Stadt Salzburg.

Petersfriedhof und Katakomben

Der Petersfriedhof im St.-Peter-Bezirk ist älter als die Erzabtei selbst - er entstand in der Spätantike und im beginnenden Frühmittelalter. Mit der Eröffnung des Kommunalfriedhofs 1878 wurde er für Beerdigungen gesperrt, weil es in der Stadt künftig nur einen Friedhof geben sollte; ab 1938 waren Neubestattungen wieder zugelassen. Zugänglich ist er von April bis September täglich von 6.30 bis 20 Uhr, von Oktober bis März bis 18 Uhr.

Am Rand liegen die sogenannten Katakomben, Felshöhlen im Mönchsberg. Der Name führt in die Irre: Ursprünglich hießen sie Eremitorium, dienten als Einsiedeleien und Begräbnisstätte, und erst im 17. Jahrhundert brachte man sie mit der Legende des Priesters Maximus in Verbindung - einer Erzählung, deren Ortsangaben sich nicht auf Salzburg beziehen und deren Hauptfigur historisch nicht belegt ist.

Zu sehen sind zwei aus dem Fels gearbeitete Kapellen. Die Gertraudenkapelle weihte Erzbischof Konrad III. von Wittelsbach 1178 dem acht Jahre zuvor ermordeten Thomas Becket; erhalten sind Freskenreste zu dessen Martyrium. Die höhergelegene Maximuskapelle wurde urkundlich 1172 geweiht und 1659 unter Abt Amand Pachler renoviert. Geöffnet sind die Katakomben von Mai bis September täglich von 10 bis 12.30 und 13 bis 18 Uhr, von Oktober bis April bis 17 Uhr. Näheres bei der Erzabtei St. Peter.

Hellbrunn: nur bis 1. November

Schloss Hellbrunn im Süden der Stadt ist das einzige große Ziel mit einer harten Saison. Die Wasserspiele laufen 2026 vom 28. März bis 1. November, danach ist geschlossen. Der Eintritt kostet 16,50 Euro für Erwachsene, 6,50 Euro für Kinder und Schüler von 4 bis 18 Jahren, 9,50 Euro für Studierende von 19 bis 26 Jahren; die Familienkarte für zwei Erwachsene und ein Kind kostet 36,50 Euro, jedes weitere Kind 3,50 Euro. Gruppen ab 20 Personen zahlen 14,50 Euro pro Person.

Die Öffnungszeiten verschieben sich über die Saison: von Ende März bis April und im Oktober von 9.30 bis 17.30 Uhr, im Mai und Juni bis 18.30 Uhr, im Juli und August bis 19 Uhr, im September wieder bis 18.30 Uhr. Der letzte Einlass liegt jeweils eine Stunde vor Schluss. Die Angaben stehen in der Besucherübersicht von Hellbrunn. Auf demselben Areal liegt der Zoo Salzburg.

Die drei Stadtberge

Altstadt und Salzach werden von drei Bergen gerahmt, und alle drei sind zu Fuß erreichbar.

Auf dem Festungsberg steht die Festung Hohensalzburg, mit 32.000 Quadratmetern die größte erhaltene Burg Mitteleuropas. Der Mönchsberg trägt das Museum der Moderne und eine Reihe historischer Aussichtsterrassen; hinauf kommen Sie über den Aufzug in der Gstättengasse oder über eine der fünf Stiegen.

Der Kapuzinerberg am rechten Salzachufer ist mit 210 Metern über der Stadt der höchste der drei und wird oft übersehen. Er besteht großteils aus Dachsteinkalk, seine Nordflanke und der östliche Ausläufer Fürberg aus brüchigem Hauptdolomit. Fürsterzbischof Wolf Dietrich ließ 1596 einen besseren Weg anlegen, um den Bau des Kapuzinerklosters zu erleichtern.

Die Besonderheit sind die elf Kalvarienbergkapellen, ein Zeugnis der Volksfrömmigkeit des 18. Jahrhunderts. Die Figuren entstanden nach 1740; der größte Teil stammt von Joseph Anton Pfaffinger, weitere von Lorenz Hörmbler und Josef Bergler dem Älteren. Die Andachtsorte gliedern sich in drei Gruppen zu je drei Kapellen, dazwischen die Kerkerdarstellung der Felixpforte und die große offene Kreuzigungskapelle. Hinauf führen die Imbergstiege von der Steingasse und der Basteiweg von der Linzergasse, den der Stadtverein nach 1929 anlegte.

Aktuell wichtig: Die Stadt weist für Mitte August bis Mitte Dezember 2026 Felssicherungsarbeiten am Kapuzinerberg aus. Vor dem Aufstieg lohnt ein Blick auf die Seite zum Kapuzinerberg, welche Wege betroffen sind.

Womit Sie bei der Planung rechnen müssen

Vier Dinge verschieben in Salzburg regelmäßig den Tagesplan:

  • Die Festspiele. Bei den Jedermann-Aufführungen am Domplatz schließt das DomQuartier bei schönem Wetter bereits um 17 Uhr, letzter Einlass 16 Uhr, und der Dom ist während der Vorstellungen nicht zu besichtigen.
  • Der Dienstag. DomQuartier und Museum der Moderne haben geschlossen. Wer Dienstag in Salzburg ist, sollte Festung, Mozart-Häuser und Gärten einplanen - die haben täglich offen.
  • Die Saison. Hellbrunn schließt nach dem 1. November, die Festung verkürzt von Oktober bis April auf 17 Uhr, und die Bahn zur Festung hat im November 2026 sowie von Jänner bis März 2027 Revision.
  • Die Zeitfenster. Katakomben und Petersfriedhof haben unterschiedliche Zeiten, die Katakomben zusätzlich eine Mittagspause von 12.30 bis 13 Uhr.

Stand August 2026. Preise und Zeiten nach Angaben von DomQuartier, Stiftung Mozarteum, Erzabtei St. Peter, Schloss Hellbrunn, Salzburg AG und Stadt Salzburg. Teilbetrieb, Saison und Revisionstermine ändern sich - vor dem Besuch gegenprüfen.

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